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- Psychotherapie -

Wenn du dich hier informierst, hast du vermutlich deine ganz eigene Vorstellung davon, was Psychotherapie sein könnte – oder auch viele offene Fragen. Vielleicht bist du dir unsicher, ob das, was gerade schwierig ist, „schlimm genug“ ist. Oder du weißt einfach nicht genau, was dich erwarten würde.

 

Psychotherapie bedeutet für mich vor allem eines: gemeinsam hinschauen.

 

In einem geschützten Rahmen geht es darum, Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ernst zu nehmen – auch dann, wenn sie noch unklar sind oder sich schwer ausdrücken lassen. Du musst nichts vorbereitet haben und nichts richtig machen. Es reicht, dass etwas gerade belastet oder sich verändern soll.​

Psychotherapie ist kein Gespräch, in dem es schnelle Antworten geben muss.

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... Oft zeigt sich erst im gemeinsamen Nachdenken, im Erzählen oder auch im Schweigen, was eigentlich im Vordergrund steht. Manche Dinge lassen sich benennen, andere werden erst nach und nach verständlich.

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Es ist nicht entscheidend genau zu wissen, worum es geht, um beginnen zu können. Unsicherheit, Zweifel oder Zurückhaltung haben hier genauso Platz wie der Wunsch nach Veränderung. Psychotherapie ist kein Ort der Bewertung, sondern ein Prozess des Verstehens – Schritt für Schritt, im eigenen Tempo.

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Wenn es um Kinder und Jugendliche geht, verstehe ich Psychotherapie grundsätzlich als Arbeit im Zusammenhang von Beziehungen. Eltern und andere wichtige Bezugspersonen sind daher ein zentraler Bestandteil des therapeutischen Prozesses. Sie werden von Beginn an einbezogen, weil kindliches Erleben immer im Kontext von Familie und Umfeld entsteht und verstanden werden muss.

 

Ein Verzicht auf die Einbindung von Bezugspersonen erfolgt ausschließlich dann, wenn dies dem ausdrücklichen Wunsch der Patientinnen und Patienten entspricht, dem Schutz der Kinder oder Jugendlichen dient oder fachlich begründet notwendig ist.

Die grundlegende Ausrichtung meiner Praxis ist die Tiefenpsychologie. Als eine wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode zählt die Tiefenpsychologie (TP) neben der Psychoanalyse, der Verhaltenstherapie und der Systematischen Therapie zu den vier gesetzlich anerkannten Richtlinienverfahren und ermöglicht eine Abrechnung mit den gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie orientiert sich an psychodynamischen Grundkonzepten und richtet ihren Blick sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Gegenwart der Patient*innen.

 

Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass psychische Störungen wesentlich durch unbewusste Konflikte, frühe Beziehungserfahrungen und verinnerlichte Beziehungsmuster geprägt sind, die sich im gegenwärtigen Erleben und Verhalten widerspiegeln.

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Grundlegend ist dabei das Verständnis, dass belastende oder traumatische Erfahrungen – insbesondere in der frühen Kindheit – psychische Strukturen und Bewältigungsmechanismen formen, die zunächst schützend wirken, langfristig jedoch zu Einschränkungen und Leidensdruck führen können. Diese unbewussten Dynamiken äußern sich häufig in wiederkehrenden Beziehungsmustern, inneren Konflikten oder körperlichen und seelischen Symptomen.

Im therapeutischen Prozess wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem diese unbewussten Zusammenhänge schrittweise bewusst gemacht und bearbeitet werden können. Der Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: In ihr werden frühere Beziehungserfahrungen lebendig und können neu erlebt, verstanden und verarbeitet werden. Die Behandlung konzentriert sich dabei auf einen fokussierten, therapeutisch relevanten Konfliktbereich, ohne den gesamten Charakter umzustrukturieren.

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Im Laufe der Therapie sollen die Patient*innen ein vertieftes Verständnis für die Wurzeln ihres Leidens entwickeln – dafür, wie vergangene Erfahrungen ihr gegenwärtiges Erleben, ihre Beziehungen und ihr Selbstbild prägen. Durch dieses gewachsene Selbstverstehen werden neue innere Handlungsspielräume eröffnet. Am Ende der Therapie verfügen die Patient*innen idealerweise über eine gestärkte Fähigkeit zur Selbstreflexion und ein erweitertes Repertoire an Bewältigungsmöglichkeiten, das ihnen auch künftig erlaubt, belastende Dynamiken frühzeitig zu erkennen und angemessener mit ihnen umzugehen.

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