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- Vorstellungsanlässe -

Psychische Belastungen und Störungen bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich stets individuell – sie tragen immer die Handschrift der persönlichen Geschichte, des familiären Umfelds und der jeweiligen Entwicklungsphase. Aus tiefenpsychologischer Sicht sind Symptome dabei selten zufällig: Sie sind häufig Ausdruck unbewusster Konflikte, unverarbeiteter Erfahrungen oder Beziehungsmuster, die sich auf dem Weg ins Bewusstsein ein anderes Ventil gesucht haben.

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Häufige Vorstellungsanlässe in der Praxis sind unter anderem depressive Erkrankungen, Ängste und Zwänge, psychosomatische Störungen, Aufmerksamkeitsprobleme, soziale Schwierigkeiten und Essstörungen. Auch Bindungs- und Persönlichkeitsstörungen oder Autismus können Anlass für eine psychotherapeutische Behandlung sein. All diesen Bildern ist gemeinsam, dass hinter dem sichtbaren Symptom oft ein tieferes Erleben steht, das nach Verständnis und Bearbeitung sucht.

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Grundsätzlich kann jedes Thema, das belastet und den Alltag eines Kindes oder Jugendlichen spürbar einschränkt, ein Anlass sein, sich in der Praxis vorzustellen. Im Rahmen einer Diagnostik klären wir gemeinsam, ob eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt und eine Psychotherapie sinnvoll und indiziert ist. Häufig werden Kinder und Jugendliche durch ihre Eltern oder Bezugspersonen angemeldet. Ab dem 15. Lebensjahr haben gesetzlich versicherte Jugendliche zudem die Möglichkeit, eigenständig einen Antrag auf Psychotherapie bei ihrer Krankenkasse zu stellen – ein erster Schritt, der selbst Ausdruck wachsender Eigenverantwortung sein kann.

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Wenn Gefühle sehr schwer oder überwältigend werden ...

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  • anhaltende Traurigkeit, Leere oder häufiges Weinen

  • Mut- oder Hoffnungslosigkeit

  • innere Erschöpfung oder das Gefühl, „keine Kraft mehr zu haben"

  • geringes Selbstwertgefühl oder starke Selbstzweifel

  • das Gefühl, die eigenen Gefühle nicht zu verstehen oder zu kontrollieren

Wenn Gedanken ans Aufgeben auftauchen ...

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  • das Gefühl, nicht mehr da sein zu wollen

  • der Wunsch, dass alles aufhört

  • Gedanken daran, sich etwas anzutun

  • das Erleben, dass das Leben sich nicht mehr lohnt

Wenn Wut, Aggression oder starke Stimmungsschwankungen auftreten...

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  • heftige Wut- oder Gefühlsausbrüche

  • starke Stimmungsschwankungen

  • häufige Konflikte mit anderen

  • das Gefühl, von den eigenen Gefühlen „überrollt" zu werden

Wenn Ängste, Sorgen oder innere Unruhe den Alltag bestimmen ...

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  • Ängste oder Panikgefühle

  • ständige Anspannung oder Nervosität

  • Rückzug von anderen Menschen

  • Schlafprobleme oder nächtliche Unruhe

Wenn Gedanken, Impulse oder Handlungen sich schwer steuern lassen ...

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  • aufdrängende Gedanken oder Zwänge

  • Tics

  • selbstverletzendes Verhalten

  • Schwierigkeiten, Impulse zu kontrollieren

Wenn Essen, Körpergefühl oder das eigene Aussehen belasten ...

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  • starke Beschäftigung mit Essen, Gewicht oder dem eigenen Körper

  • sehr eingeschränktes Essen oder Kontrollverlust beim Essen

  • das Gefühl, im eigenen Körper nicht in Ordnung zu sein

  • heimliches Erbrechen oder andere kompensierende Verhaltensweisen

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Wenn Aufmerksamkeit, Konzentration oder innere Steuerung schwerfallen ...

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  • Unaufmerksamkeit oder schnelle Ablenkbarkeit

  • innere oder äußere Unruhe

  • impulsives Verhalten

  • Überforderung in Schule oder Ausbildung

Wenn Schule, Alltag oder Beziehungen zunehmend belastend werden ...

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  • schulische Schwierigkeiten oder der Wunsch, nicht mehr zur Schule zu gehen

  • Ausgrenzung, Mobbing oder soziale Unsicherheit

  • Konflikte in Freundschaften oder Partnerschaften

  • häufige Auseinandersetzungen mit Erwachsenen

Wenn der Körper mitreagiert und sich Belastungen körperlich zeigen ...

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  • wiederkehrende Kopf-, Bauch- oder andere Schmerzen ohne organischen Befund

  • Einnässen oder Einkoten

  • Schlafstörungen oder körperliche Anspannungszustände

  • chronische Erkrankungen, die zur seelischen Belastung werden

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Wenn Medien, Spiele oder Substanzen zunehmend die Kontrolle übernehmen ...

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  • exzessiver Medien- oder Gaming-Konsum, der den Alltag bestimmt

  • das Gefühl, ohne Handy, Spiele oder Internet nicht mehr zurechtzukommen

  • Konsum von Alkohol, Cannabis oder anderen Substanzen

  • das Gefühl, etwas zu brauchen, um sich besser oder normal zu fühlen

Wenn belastende Erfahrungen oder Veränderungen eine Rolle spielen ...

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  • Trennung oder anhaltende Konflikte der Eltern

  • Verlust eines nahestehenden Menschen

  • Vernachlässigung oder Gewalt

  • traumatische Erlebnisse

  • schwere Erkrankungen oder Unfälle

  • ein Herausgerissenwerden aus dem gewohnten Umfeld

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Wenn Säuglinge oder Kleinkinder und ihre Eltern Unterstützung brauchen ...

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  • anhaltendes Schreien oder Unruhe, die sich nicht beruhigen lässt

  • Schlaf- oder Fütterprobleme in der frühen Kindheit

  • Schwierigkeiten in der frühen Eltern-Kind-Beziehung

  • auffällige Rückzügigkeit, fehlender Blickkontakt oder ausbleibende Reaktionen

  • das Gefühl als Elternteil, nicht zu erreichen, was das Kind braucht

Wenn sich kein klarer Bereich benennen lässt ...

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Manchmal gibt es kein eindeutiges Symptom, sondern nur das Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder dass es so nicht weitergehen kann. Auch das kann ein guter Grund sein, sich Unterstützung zu suchen.

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